Filmdrama „Zwei Tage, eine Nacht“

JUMA-Film und Attac Rosenheim zeigen einen besonderen Film, der dem Webmaster sehr am Herzen liegt. Es geht, auf sehr bewegende Weise, um die Wirkung des Arbeitslebens auf den Menschen, um Solidarität – oder Eigennutz. Am Beispiel einer besonders sensiblen, verletzlichen Heldin, quasi „eine der Schwächeren“.

Der Eintritt ist sehr sozial, wie immer bei Attac, nämlich FREI. – Hier die Pressenotiz:

 

„Zwei Tage, eine Nacht“ mit Marion Cotillard – Dramatischer Spielfilm aus dem Arbeitsleben

In der Reihe „Der politische Film“ zeigen Attac Rosenheim und JUMA-Film am Sonntag, dem 5. November, das belgische Spielfilmdrama „Zwei Tage, eine Nacht“ aus dem Jahr 2014. Thema: Eigennutz und Nächstenliebe in der Arbeitswelt. Beginn 19.30 Uhr, im „Z“ Rosenheim, Innstr. 45a. Eintritt frei.

Gerade erst hat die Arbeiterin Sandra ihre Depression überwunden. Plötzlich droht ihr die Kündigung. Die junge Mutter hat ein Wochenende, „Zwei Tage und eine Nacht“, um ihre Kollegen zu überreden, auf die begehrten Bonuszahlungen zu verzichten, damit sie selbst ihren Job behalten kann…

In menschlich berührender Weise geht es um den Zwiespalt zwischen Egoismus und Solidarität im Arbeitsleben. Unspektakulär, aber umso bewegender.

Ein Spielfilm der Belgier Jean-Pierre und Luc Dardenne (L‘ENFANT) mit der Oscar-Gewinnerin Marion Cotillard (DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN). Seit den 1990er Jahren untersuchen die beiden Filmemacher den Zustand der mitteleuropäischen Gesellschaften am Beispiel ihrer Heimatstadt Seraing (ca. 60.000 Einwohner). Die Filme vereinen Filmkunst und Sozialphilosophie und wurden bei allen wichtigen Filmfestivals ausgezeichnet.

Marion Cotillard wurde für diesen Film bei den Oscars 2015 als beste Hauptdarstellerin nominiert. Bei den British Academy Film Awards 2015, der César-Verleihung 2015 und den Satellite Awards 2014 gab es jeweils eine Nominierung als bester fremdsprachiger bzw. ausländischer Film. Insgesamt gewann der Film 37 Preise und wurde weitere 73-mal nominiert.

Die Feuilletons reagierten durchgehend positiv:

„Sandra oder Bonus? Treffender kann man die wirtschaftliche Krise kaum aufs Menschliche herunterbrechen. Eine überwältigende Wirkung.“ (Die Zeit)

„Der Film braucht keinerlei Extreme mehr, um die ganz großen Fragen zum alltäglichen Druck im Kapitalismus zu stellen.“ (SZ)

„Mit präzisen Beobachtungen und überzeugenden Darstellern fächern die Dardennes eine breite Palette urbaner Lebensentwürfe auf. Der Film macht die unterschiedlichen Erscheinungsformen des inneren Schweinehundes sichtbar. Aber selbst diejenigen, die sich gegen Sandra entscheiden, behalten dabei ihre Würde.“ (epd Film)

„Arbeitnehmer werden mit den Härten des Neoliberalismus konfrontiert. Marion Cotillard brilliert als Angestellte in Existenznot.“ (Der Spiegel)

„Man sieht klarer, wie der Kapitalismus das Verhalten formt.“ (FAZ)

„Näher als Marion Cotillard hat bei diesem Festival keine Figur ihre Zuschauer an sich gezogen.“ (Welt online)

„Souverän, schnörkellos und spannend… Das Motto der Dardennes lautet einmal mehr: Maximaler Minimalismus. Die dramaturgische Bilanz: Stimmig. Präzise. Bewegend.“ (PROGRAMMKINO.de)

Seite des Verleihs:

www.alamodefilm.de/medium/detail/zwei-tage-eine-nacht.html

Hier sind die Kritiken ausführlicher, sowie noch Fotos.