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Mehr als 5.400 Unterschriften für die Bäume am Rosenheimer Bahnhofsvorplatz

Nicht nur die Aktiven der BUND Naturschutz-Ortsgruppe Rosenheim möchten die Bäume am Südtiroler Platz erhalten und in eine ansprechende Planung eingebunden wissen: Mehr als 5.400 Bürger aus Rosenheim und Umgebung trugen sich innerhalb von weniger als drei Monaten in die Unterschriften-Listen ein, die auch in vielen Geschäften auslagen und nun an die Oberbürgermeisterin übergeben wurden.

Bei dieser Gelegenheit erläuterte der Ortsgruppen-Vorsitzende Steffen Storandt noch einmal, welche großen Vorteile der alte Baumbestand für Stadtbild, Aufenthaltsqualität und Ökologie gegenüber Neuanpflanzungen hat, und ergänzte: „Auch viele Bürger sehen dies offenbar so. Selbst am Ende der Aktion war das Potential an Unterschriften noch lange nicht erschöpft.“

Zweiter Vorsitzender Michael Hertel. der als Gartenbautechniker auch beruflich viel mit Bäumen zu tun hat, legte dar, dass sich der vielfältige Baumbestand größtenteils in einem guten und vitalen Zustand befindet. „Eine Begehung mit einem Diplom-Biologen, die nach der extremen Sommerhitze stattfand, hat das eindrucksvoll bestätigt“, erläuterte er.

Daniela Dieckhoff, eine der aktivsten Sammlerinnen, berichtete von den Gesprächen mit den Bürgern. Viele fragten erstaunt bis entrüstet: „Warum müssen diese schönen Bäume weg?“, oder: „Gilt die Baumschutzverordnung für die Stadt selbst nicht?“ Andere erzählten verärgert, wie leichtfertig auch an anderen Stellen in Rosenheim mit dem Baumbestand umgegangen worden sei. So war insgesamt eine große Bereitschaft zu erkennen, für die Bäume zu unterschreiben.

Die BN-Vertreter wiesen auch noch einmal darauf hin, dass der Bunker nicht nur wegen der Bäume erhaltenswert sei. Man solle den Hügel mit Sitzgelegenheiten ausstatten oder sogar eine Gastronomie-Freifläche installieren. Den Bunker selbst könne man begehbar und somit zum erlebbaren Zeitzeugnis machen.

Die Aktion blieb nicht ohne Wirkung: Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Baudezernent Helmut Cybulska machten klar, dass es keine Entscheidung an den Bürgern vorbei geben wird. Eine vorübergehende Verlegung des Busbahnhofs an den Südtiroler Platz ist vom Tisch. Auch die Möglichkeit, den Bunker zu erhalten, wird nicht mehr kategorisch ausgeschlossen.

Im Frühjahr werden die Rosenheimer auf Vor-Ort-Terminen nochmals die Möglichkeit haben, sich über den bis dahin überarbeiteten Planungs-Status zu informieren und ihren Willen kund zu tun. Es ist zu hoffen, dass sie regen Gebrauch davon machen!

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