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Archiv: März 2013

Lesung verbrannter Bücher

13. Mai 2013
18:30bis22:00

Zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung im Mai 1933 veranstaltet Attac Rosenheim eine „Lesung verbrannter Bücher“.

Ab 19 Uhr wird im „Z“ Rosenheim (Innstr. 45a) aus Werken gelesen, die 1933 in Deutschland verboten bzw. verbrannt wurden. Zu den Autoren zählten Oskar Maria Graf, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Franz Kafka, Ernst Toller…

Die Lesung wird von Musik begleitet, der Eintritt ist frei. Noch einige Infos:

Kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 kam es im März im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ zu einer organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Dabei handelte es sich um eine von der Deutschen Studentenschaft geplanten und durchgeführten Aktion. Höhepunkt waren die am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Universitätsstädten, darunter auch in Rosenheim, groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen, bei denen zehntausende Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden.

Aus:  http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland

Film über Widerstandskämpfer Martin Löwenberg

7. April 2013
19:00bis22:00

 

„es kann legitim sein, was nicht legal ist
martin löwenberg – ein leben gegen faschismus, unterdrückung und krieg“

Ein Dokumentarfilm (2012)

Von Petra Gerschner und Michael Backmund. Die Beiden werden zum Gespräch in Rosenheim anwesend sein.
Musik: Konstantin Wecker

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr, im „Z“ Rosenheim, Innstr. 45a. Der Eintritt ist frei. Das Z ist ab 18 Uhr geöffnet, ab 18:30 Uhr organisiert die „Rote Zora Rosenheim“ eine VoKü (veganes Essen gegen Spende). Die Filmvorführung ist eine Veranstaltung der infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem

Fast zwei Jahrzehnte begleiteten die FilmemacherInnen den Widerstandskämpfer und ehemaligen
KZ-Häftling Martin Löwenberg (86) mit der Kamera und suchten im Gespräch mit ihm und dem gemeinsamen Freund Konstantin Wecker nach Antworten auf die Fragen: Woher nimmt dieser Mann
in seinem Alter das Verständnis für die praktische Tat, das Handeln, die jugendliche Ungeduld?
Woher kommen seine Kraft und sein Mut? Wie entstand seine Unbeugsamkeit gegenüber staatlicher
Willkür und Autoritäten? Und warum leuchten seine Augen noch immer auf, wenn er planend und
organisierend politisch aktiv wird für soziale Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung und Krieg?

Als Jugendboxer trainierte Martin Löwenberg im Breslauer Postsportverein Stephan und verprügelte
in der Freizeit mit seinen Freunden mehrfach den Streifendienst der Hitlerjugend. Sie wehrten sich
gegen die zunehmende Repression und Verfolgung unangepasster Jugendlicher. Später arbeitete er
mit seinem älteren Bruder Fred in einem organisierten Widerstandsnetzwerk und unterstützte osteuropäische Zwangsarbeiter mit Brotmarken und Informationen über den Kriegsverlauf. Im Mai 1944
nahm ihn die Gestapo fest. Nach tagelangen Verhören wurde er ins KZ Flossenbürg deportiert. In
den KZ-Außenlagern Thil und Leitmeritz musste Martin Löwenberg bis zu seiner Befreiung selbst
Zwangsarbeit in unterirdischen Stollen leisten. Historische Foto- und Filmdokumente zu seinen
Erzählungen werden dabei mit den Aufnahmen der aktuellen Topografie dieser Handlungsorte konfrontiert.

Mit der Biografie Martin Löwenbergs schlägt der Film einen Bogen über hundert Jahre Zeitgeschichte.
Er dokumentiert auch das politische Engagement von Löwenberg nach 1945 gegen die
Remilitarisierung der Bundesrepublik, seine Verfolgung als Kommunist genauso wie seine Unterstützung
von Roma-Flüchtlingen in der KZ-Gedenkstätte Dachau, die Verhinderung von Naziaufmärschen
oder seinen Kampf für die Entschädigung von ehemaligen ZwangsarbeiterInnen. Durch
die Recherchen in deutschen und polnischen Archiven ist es gelungen, bisher unbekanntes Filmmaterial
zu finden, das den Protagonisten bei historischen Ereignissen in Aktion zeigt wie z.B. der
Beerdigung von Philipp Müller 1952, dem ersten von der Polizei erschossenen Demonstranten der
jungen Bundesrepublik.

Diese subjektive Protestgeschichte wird verknüpft mit aktuellen Interviews und historischen Bildmaterialien (Fotos und Filme von 1909 bis 2011) aus Wroclaw, früher Breslau, Dachau, Flossenbürg,
Essen und München zu einer filmischen Zeitreise über hundert Jahre. Martin Löwenberg
spricht von seinen Visionen damals nach der Befreiung aus dem KZ und heute. Er entwickelt im
Film eine besondere Form der Reflektion von Geschichte; dabei verschränken sich die Ebenen von
Zeit und Inhalt in Erzählsträngen, die die Vergangenheit in der Gegenwart präsent werden lassen.

Infos und Trailer:

http://www.loewenberg-film.de/

Nonfiktionale – Dokumentarfilmfestival Bad Aibling

7. März 2013 10:00bis10. März 2013 22:00

Die Nonfiktionale erkundet die „Mechanik der Welt“

Was die Welt im Innersten zusammenhält, wird sich wohl auch nach vier Tagen Nonfiktionale nicht abschließend beurteilen lassen. Nichtsdestoweniger hoffen die Festivalmacher, dass die Gedankenanstöße, die das Bad Aiblinger Festival des dokumentarischen Films vom 7. bis 10. März unter dem Motto „Mechanik der Welt“ liefern will, auch über den Kinosaal hinaustragen. Wie schon in den vergangenen fünf Festivalausgaben bestimmt eine thematische Klammer das Programm. Und wie immer stehen die Filme und das Reden über Filme gleichberechtigt nebeneinander. Denn auch in diesem Jahr schließt sich an jede Vorführung eine längere Diskussion an, bei der man sich mit dem jeweiligen Filmemacher über das Gesehene und darüber hinaus austauschen kann.

In diesem Jahr richtet sich der Blick auf gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Strukturen, die unser Leben bestimmen. Der Bogen spannt sich dabei von der Stuttgarter Graswurzeldemokratie („Alarm am Hauptbahnhof“, am 10.03, um 11 Uhr) über die Frage, ob Arbeit tatsächlich glücklich macht („Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“, am 08.03, um 19.30 Uhr), bis hin zum erbitterten Widerstand südamerikanischer Kleinbauern gegen unersättliche Gensojaproduzenten („Raising Resistance“, am 09.03., um 19.30 Uhr). Betrachtet man die insgesamt dreizehn Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, so stellen sich Fragen wie: Wo kommt unser Essen her? Wie wollen wir leben? Wie geht Demokratie?

So breitgefächert das Themenspektrum der einzelnen Filme ist, so unterschiedlich sind sie auch in ihrer Machart. Ironische Zwischentöne bei dem an sich ernsten Thema industrielle Landwirtschaft („San Agustín“, am 08.03., um 22 Uhr) finden sich ebenso im Programm wie großartige Bilder im filmischen Abgesang auf die schönste Stadt der Welt („Das Venedig Prinzip“, am 09.03., um 11 Uhr).

Auch in diesem Jahr hat die dreiköpfige Jury zwei Preise zu vergeben. Der Nonfiktionale-Preis in Höhe von 2.000 Euro geht an einen herausragenden, thematisch relevanten Film. Der von ARRI Lighting Solutions gestiftete Kamerapreis zeichnet die besonders gelungene visuelle Gestaltung eines Films aus. Überdies vergibt, nun schon zum zweiten Mal, eine Schülerjury vom Gymnasium Bad Aibling den Aiblinger Bürgerpreis.

Zur festlichen Eröffnung am 7. März, um 19.30 Uhr sind alle herzlich ins Aibvision Filmtheater (Bahnhofstraße 15, Bad Aibling) eingeladen. Alle anderen Filme – bis auf die zwei Junge-Doks-Schülervorstellungen am Donnerstag- und Freitagvormittag – finden wie gewohnt im traditionsreichen Lindenkino (Lindenstraße 8) statt.

Weitere Informationen zum Festival unter www.nonfiktionale.de

Mahnwache Fukushima

11. März 2013
18:00bis19:00

Mahnwache zum 2. Jahrestag von Fukushima

Rosenheim, Max-Josefs-Platz. Ähnlich wie in den letzten Jahren.

Veranstalter: Attac Rosenheim

AnsprechpartnerIn: M i c h a e l S c h n i t k e r

www.attac-rosenheim.de, info@attac-rosenheim.de

Telefon: 0175 591 3249

Filmprojekt: Leben mit der Energiewende

3. März 2013
11:00bis13:00

Kino Bad Endorf

Regisseur Frank Farenski wird den Film kurz einleiten, nach der Vorführung steht er für eine Diskussion zur Verfügung.

Immer wieder musste Fernsehjournalist Frank Farenski feststellen, dass über die Energiewende nur selten objektiv und ausgewogen berichtet wurde. Vor allem die Photovoltaik geriet in Misskredit: Sie sei zu teuer und könne keinen nennenswerten Beitrag zur Stromversorgung leisten. Diese fehlerhafte Berichterstattung motivierte Journalist Frank Farenski, eine 90-minütige Doku zur Energiewende zu produzieren.

Der Film

Anhand von Interviews mit Experten der Solarbranche, kritischen Stellungnahmen und politischen Hintergrundinformationen zeigt Farenski, wie die deutsche Energiepolitik die Interessen der Bürger verrät und den Verbraucher unter dem Deckmantel der Förderung regenerativer Energien zu hohe Kosten aufhalst. Zudem zeigt der Film technische Lösungen zur Energiespeicherung und erklärt wie Netzstabilität erreicht werden kann.

Open Source

Um eine große Verbreitung zu erreichen steht das Material ohne jede Einschränkung kostenlos zur Verfügung. Öffentliche Vorführungen und Nutzung sind ausdrücklich erwünscht. Der Kino-Eintritt kostet 1,68 Cent – dies entspricht der letzten Erhöhung der EEG-Umlage für den Ausbau erneuerbarer Energieträger.

Finanzierung

Die Kinovorstellungen zum Preis von 0,0168 € werden u.a. aus den Lizenzeinnahmen für den Film finanziert. Es soll keine Barriere geben bei Interesse den Film zu sehen. Dies ist Teil des Konzeptes, nämlich alle Medien von „Leben mit der Energiewende“ frei anzubieten.

DE 2012, 90 Minuten Regie: Frank Farenski, Kamera: Felix Peschko

Stromkosten senken mit Solarstrom

21. März 2013
20:00bis22:00

Mailkeller, Schmettererstraße 20,  83022 Rosenheim

Der Solartreff von Rosolar befasst sich mit einem sehr aktuellen Thema.

Wie funktioniert eine PV-Anlage mit Eigenverbrauch? Warum sind auch Ost-West-Dächer günstig? EEG-2012 Vorgabe: Rundsteuerempfänger oder 70%-Regelung? Aktuelle Vergütungssätze – Rentabilität? Eigenverbrauch begünstigen durch Änderung des Nutzungsverhaltens, Einsatz von Regel- und Speichertechnik – welche Möglichkeiten gibt es?

Durch den Abend führt Rosolar Mitglied Christian Hengstberger. Er ist solarbegeistert, hat kürzlich seine eigene PV-Anlage mit einer weiteren Eigenverbrauchsanlage erweitert, macht erste Versuche mit Solarakkus und berichtet über seine Erfahrungen.

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