mitmacher.net

Das aktuelle Umweltportal für das Rosenheimer Land

Archiv: September 2011

Film „Little Alien“

2. Oktober 2011
20:00bis22:00

„Little Alien“ im „Z “

Am So., dem 02. Oktober, zeigt die infogruppe rosenheim in Kooperation mit dem Initiativkreis Migration Rosenheim im „Z“ (Innstr. 45a) den Dokumentarfilm „Little Alien“ über die Thematik unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Der Film beginnt um 20 Uhr; ab 19 Uhr gibt es die sog. „Volksküche“.

Das „Z“ ist ein linkes Zentrum in Selbstverwaltung, welches im Oktober in den Räumen der ehemaligen Buchhandlung Irrlicht eröffnet.

Die Protagonisten des Films sind Teenager, die allein und unter größter
Gefahr aus den Krisenregionen der Welt nach Europa flüchten. Die
österreichischen Regisseurin und Filmproduzentin Nina Kusturica
vermittelt auf höchst einfühlsame Weise ein komplexes Bild von den
Hoffnungen und Träumen jugendlicher Flüchtlinge, die sich nach ihrer
Flucht mit einem teilweise absurden und menschenverachtenden
bürokratischen System der europäischen Staaten konfrontiert sehen.

Die Jugendlichen Juma, Hishame, Ahmed, Nura, Achmad, Asha, Jawid und Alem
lassen die Zuseher nach und nach verstehen, weshalb sie es als letzten
Ausweg ansahen, ihre Heimat und Familie zurück zu lassen und in eine
ungewisse Zukunft aufzubrechen. Darüber hinaus gewährt die Regisseurin
dem Filmpublikum einen Blick hinter die Kulissen, nämlich durch die
Wärmebildkameras der Grenzpolizisten auf ahnungslose Flüchtlinge, und
begleitet die Teenager zu ihren Amtsterminen bei der Behörde.

In Europa angekommen wünschen sich die Jugendlichen nichts sehnlicher
als endlich ein geregeltes Leben zu führen. Doch die entmenschlichte
Bürokratie steht einer sofortigen Integration entgegen. Selbst
Sprachkurse dürfen erst besucht werden, wenn die Jugendlichen über einen
gültigen Asylbescheid verfügen. Und so sind sie zum Abwarten und
Nichtstun gezwungen. Kontakt zu „Einheimischen“ wird so ebenfalls nahezu
unmöglich. Eine Begegnung mit einem betrunkenen Mann am Bahnhof, der den
eben erst im österreichischen Traiskirchen angekommenen Teenagern Nura
und Asha alle gängige ausländerfeindlichen Vorurteile an den Kopf wirft,
wird so zu einer eindrucksvollen Schlüsselszene – umso mehr als den
Mädchen erst erklärt werden muss, dass es so etwas wie
Ausländerfeindlichkeit überhaupt gibt. Auch deshalb ist es umso
erstaunlicher und erfrischender, zu sehen, dass all diese Teenager trotz
der ständigen Unsicherheit ihrem Alter gemäß lachen, Spaß haben und
optimistisch bleiben.

Nina Kusturica ist es gelungen, ihre Protagonisten
auf einer sehr persönlichen Ebene zu zeigen – und genau das macht den
Film in Zeiten bedeutungsvoll, in denen das Thema Zuwanderung von der
Politik hauptsächlich populistisch abgehandelt wird.

Mit der Eröffnung des Z, zieht die Infogruppenfilmreihe „Der politische
Film“ (jeden ersten Sonntag im Monat) in das neue linke Zentrum um.

Die Filmvorführung beginnt wie gewohnt um 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Das Z ist bereits ab 18:00 Uhr geöffnet und ab 19:00 Uhr organisiert das
Montagsplenum eine SoKü (Solidarische Küche). In diesem Rahmen gibt es
vegetarisches Essen kostenlos bzw. gegen Spende. Weitere Informationen
zu dem Film gibt es im Internet unter www.littlealien.at oder unter
www.infogrupperosenheim.tk 

Eingestellt von Justus Dallmer, Attac Rosenheim.

Film „Water makes money“

30. September 2011
20:00bis22:00

Eine Einladung zum Film WATER MAKES MONEY, Fr., 30.9., 20 Uhr, Gasthaus Kriechbaumer in Mietraching (gleich bei Bad Aibling; sogar ein Fußweg vom Bahnhof aus ist möglich). Thema: Wasserprivatisierung.

Die Filmproduktion habe übrigens auch ich mit einer Spende mitfinanziert. Es bestand damals die Notwendigkeit, dieses „subversive“ Thema abseits der herkömmlichen Finanzierungswege, Filmförderungen, Fernsehanstalten usw. zu starten. (*)

Zu den UnterstützerInnen zählen auch noch Attac (Frankreich & Deutschland), Greenpeace, Robin Wood, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Verdi, die Falken, die GLS Bank, die Grüne Liga, der BUND usw.

Infos unter: http://www.watermakesmoney.com/

Skurrile Randnotiz: der im Film kritisierte Mischkonzern Veolia betreibt ab 2013 die Mangfalltalbahn…

Eine Veranstaltung der ÖDP, c/o: „C. mehlo-plath“ mehlo-plath@t-online.de

> Liebe Freunde ökologischer Politik ,
>
> [… Einladung] zu unserem Filmabend am Freitag, den 30. September um 20 Uhr im Gasthaus Kriechbaumer in Mietraching bei Bad Aibling.

> Es geht dabei um die umstrittene Privatisierung der Trinkwasserversorgung, wie z.B. in Frankreich geschehen.

> Wir wollen aufklären und vorbeugen, damit Qualität und Preis unseres Trinkwassers erhalten bleiben.

> Auch Stadträte und Kommunalvertreter sind eingeladen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei, Spenden willkommen.
>
> Mit ökologischen Grüßen
>
> Christine Mehlo-Plath, Kreisrätin im Umweltausschuß und Ortsvorsitzende ÖDP Mangfalltal

(*) zur Unparteilichkeit unserer TV-Sender sagen die medienkritischen Nachdenkseiten: „Jauch und Merkel: Regierungs-PR und Pseudojournalismus auf Kosten der Gebührenzahler‏“, „Regierungs-PR im pseudojournalistischen Gewand“, „So verkam die Sendung zu einer faden PR-Veranstaltung für die Bundeskanzlerin und markierte dabei einen neuen Tiefpunkt im öffentlich-rechtlichen Reigen der journalistischen Minderleistungen.“ Zu finden unter:  http://www.nachdenkseiten.de/?p=10827

 

Mit dem Rad zum letzten Moorsee

25. September 2011
13:00bis18:00

Treffpunkt 1: 13:00 Uhr an der Südseite des Bahnhofs Rosenheim (Klepperstraße)
Treffpunkt 2: 14:00 Uhr in Wasserwiesen (Abzweigung von der Staatsstraße 2010)
Wege: Straßen, Rad-, Wald- und Schotterwege in meist ebenem Gelände
Rückfahrt: ca. 17:00 ab Wasserwiesen
Führung: Steffen Storandt (Tel. 08031 43706, 0170 8496545) / Alfred Ringler
Ausrüstung: Tourenrad, festes Schuhwerk
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: kleine Spende willkommen

Ergänzend zum Rosenheimer Umweltfest bietet die Ortsgruppe Rosenheim im Bund Naturschutz eine Radtour in die Filzen zwischen Feilnbach und Nicklheim an.

Von der Südseite des Bahnhofs geht die Tour über Pösling und Westerndorf nach Wasserwiesen; auch hier ist ein Einstieg möglich.

Der Diplom-Biologe Alfred Ringler führt die Teilnehmer diesmal auf einer spannenden Runde mit dem Rad und zu Fuß in den am natürlichsten erhaltenen Teil der Rosenheimer Stammbeckenmoore. Abseits der üblichen Wege können die Teilnehmer so den Lebensraum Moor und seine Bedeutung für Klima, Artenschutz und Schutz vor Hochwasser „erfahren“.

„Das Klima ändert sich! Und wir?“

Unter obigem Motto haben die ökologischen Initiativen der Region, das Katholische Bildungswerk und die Stadt Rosenheim in den zurückliegenden Monaten Informationsveranstaltungen durchgeführt, die verschiedene Gesichtspunkte des Klimawandels beleuchtet haben. Die Veranstaltungsreihe findet nunmehr mit einem Umweltfest in der „guten Stube“ ihren Abschluß. Die Frage nach einer individuellen Veränderung unseres Umweltverhaltens soll abschließend nicht ohne den Versuch einer Antwort bleiben.

In unserer Region haben viele schon einen Schritt in die richtige Richtung unternommen. Sie haben sich gefragt, ob es notwendig ist, mit einem hoch motorisierten PKW zu fahren oder ob auch ein kleineres Format seinen Zweck erfüllen könnte. Einige haben sich entschlossen, ihre Besorgungen um die Ecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen oder sie sind auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen. Viele decken den Energiebedarf ihres Hauses inzwischen mit Hilfe der Sonne und haben sich Energiesparlampen und klima- und energieschonendere Elektrogeräte zugelegt. Die geforderte Verhaltensänderung richtet sich an jeden einzelnen Bürger von uns. weiterlesen… »

Müssen in Rosenheim wieder Bäume fallen für privaten Profit?

Leider stehen in Rosenheim wieder Baumfällungen größeren Ausmaßes an, diesmal im Bereich des AOK-Geländes an der Meraner Straße in Fürstätt.

Das bis 2005 für die AOK-Verwaltungsschule genutzte Gelände soll – zum Vorteil des bisherigen Eigentümers – Wohngebiet für einige wenige Betuchte werden.
weiterlesen… »

Vortrag/Ausstellung: AUF GEPACKTEN KOFFERN

12. September 2011
19:30bis21:30

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung

 

„Auf gepackten Koffern – Leben in der Abschiebehaft“ zeigt, bzw. veranstaltet der „Initiativkreis Migration Rosenheim“ Filme, Vorträge und Diskussionen. Am 12.9. einen Vortrag in der VHS. Siehe unten.

 

Die Ausstellung selbst findet statt:

 

5.9. – 11.9.: Mehrgenerationenhaus der AWO, Ebersberger Straße 8 – 83022 Rosenheim.

12.9. – 23.9.: VHS Rosenheim, Stollstr. 1 – 83022 Rosenheim.

26.9. – 7.10.: Ignaz Günther Gymnasium, Prinzregentenstr. 32 – 83022 Rosenheim.

10.10 – 21.10.: FOS BOS, Westerndorfer Str. 45 – 83024 Rosenheim.

 

Montag, 12. September, 19:30 Uhr:

Ausstellungseröffnung und Vortrag, Referentin: Dagmar Illi, Münchner Flüchtlingsrat.

In der VHS Rosenheim, Stollstr. 1 – 83022 Rosenheim.

 

Weitere Infos unter:

http://www.migro.blogsport.de

 

Film „Die Unerwünschten“

6. September 2011
20:00bis22:00

 Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung

 

Auf gepackten Koffern – Leben in der Abschiebehaft“ zeigt, bzw. veranstaltet der „Initiativkreis Migration Rosenheim“ Filme, Vorträge und Diskussionen. Am 6.9.11 den Film DIE UNERWÜNSCHTEN. Siehe unten.

 

Die Ausstellung selbst findet statt:

 

5.9. – 11.9.: Mehrgenerationenhaus der AWO, Ebersberger Straße 8 – 83022 Rosenheim.

 

12.9. – 23.9.: VHS Rosenheim, Stollstr. 1 – 83022 Rosenheim.

 

26.9. – 7.10.: Ignaz Günther Gymnasium, Prinzregentenstr. 32 – 83022 Rosenheim.

 

10.10 – 21.10.: FOS BOS, Westerndorfer Str. 45 – 83024 Rosenheim.

 

 

Dienstag, 6. September, 20:00 Uhr:

Filmvorführung „Die Unerwünschten“,

Im Mehrgenerationenhaus der AWO, Ebersberger Straße 8 – 83022 Rosenheim.

 

“Die Unerwünschten” begleitet verschiedene Menschen, die im Konflikt um Abschiebung eine Rolle spielen: Abschiebungshäftlinge, Sicherheitsbeamte der Abschiebungshaft Rottenburg, Aktivist*innen einer Anti-Abschiebungsgruppe und Polizist*innenen, deren Job es ist,Tag für Tag abzuschieben.

 

Weitere Infos unter:

 

http://www.migro.blogsport.de

 

Migration – Podium „Auf gepackten Koffern“

5. September 2011
19:30bis22:30

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung

„Auf gepackten Koffern – Leben in der Abschiebehaft“ zeigt, bzw. veranstaltet der „Initiativkreis Migration Rosenheim“ Filme, Vorträge und Diskussionen. Zum Auftakt eine Podiumsdiskussion am 5.9.11. Siehe unten.

Die Ausstellung selbst findet statt:

5.9. – 11.9.: Mehrgenerationenhaus der AWO, Ebersberger Straße 8 – 83022 Rosenheim.

12.9. – 23.9.: VHS Rosenheim, Stollstr. 1 – 83022 Rosenheim.

26.9. – 7.10.: Ignaz Günther Gymnasium, Prinzregentenstr. 32 – 83022 Rosenheim.

10.10 – 21.10.: FOS BOS, Westerndorfer Str. 45 – 83024 Rosenheim.

Montag, 5. September, 19:30 Uhr:

Podiumsdiskussion „Auf gepackten Koffern“.

Mit Maria Noichl, MdL und Stadträtin, SPD, Veronika Gassner als Regierungsrätin zuständig für die JVA Bernau, Felleke Bahiro Kum, ehemaliger Abschiebehäftling sowie ein Mitglied des Bayerischen Flüchtlingsrats.

Im Mehrgenerationenhaus der AWO, Ebersberger Straße 8 – 83022 Rosenheim.

Weitere Infos unter:

http://www.migro.blogsport.de

 

Film + Vortrag „FRISCH AUF DEN MÜLL“

16. November 2011
19:00bis22:00
Filmvorführung (45 Min.) im Katholischen Bildungszentrum, Rosenheim, Pettenkoferstraße.Im Anschluß an den Film liest Stefan Kreutzberger, Autor von: Die Essensvernichter: Taste the Waste – Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist (Kiepenheuer & Witsch) aus seinem Buch und steht für ein Gespräch zur Verfügung.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe: „1001 Nacht mit Hunger verbracht – das Märchen von billigen Lebensmitteln“, organisiert von Bildungswerk, Weltladen und Attac Rosenheim. Gleichzeitig läßt sich die Ausstellung „Abgeerntet – Wer ernährt die Welt“ des INKOTA-Netzwerks (Mitglied von Attac Deutschland) besichtigen. 

Hier eine Besprechung der Langfassung des Films TASTE THE WASTE (unsere Version, FRISCH AUF DEN MÜLL, dauert 45 Minuten):

Hätten mahnende Kinofilme unmittelbare Auswirkungen auf unser Konsumverhalten, müsste einem angesichts der aktuellen Fülle an Dokumentationen zum Themenspektrum „Ökologie und Ernährung“ um die Zukunft des Planeten nicht bange sein.Valentin Thurn beschäftigt sich in seinem Film mit den Unmengen an Lebensmitteln, die in der westlichen Welt produziert und systematisch auf den Müll geworfen werden, bevor sie überhaupt auf die Tische der Verbraucher gelangen.Er beginnt seine Reise rund um den Globus bei jugendlichen Mülltauchern in Wien, die allabendlich die Container von Supermärkten nach Essbarem durchstöbern („containern“ genannt), führt am Beispiel eines französischen Geschäfts vor, wie generalstabsmäßig tadellose Produkte schon vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums entsorgt werden, zeigt, wie afrikanische Bananen-Bauern um ihre Existenz kämpfen, weil ihre Früchte nicht den EU-Normen entsprechen und stellt schließlich zaghafte Versuche wie „Community Supported Agriculture“ oder „City Gardening“ in New York vor, die dem grassierenden Irrsinn etwas entgegen zu setzen versuchen.

Mit den Lebensmitteln, die in Europa und den USA im Müll landen, so erfährt man auf einer eingeblendeten Schrifttafel, ließe sich der Hunger in der Welt problemlos stoppen.  Auch der Klimawandel fiele weit weniger extrem aus.

Dabei geht es dem Autor nicht um das weggeworfene Schulbrot, sondern um ein von den Industrie-Nationen errichtetes System der Verschwendung. So wird hierzulande jede zweite, eigentlich einwandfreie Kartoffel bereits bei der Ernte aussortiert, weil sie in puncto Form und Größe nicht der Norm entspricht. Bei anderen Feldfrüchten sieht es kaum anders aus. Dass krumme Gurken trotz gelockerter EU-Norm nicht in den Handel gelangen, hat vornehmlich damit zu tun, dass gerade Exemplare nun mal Platz sparender zu verpacken sind.

Der Film kommt ohne Kommentar aus. Anders als Ministerin Aigner im Interview, für die nicht Handelsketten oder EU-Vorgaben die Verantwortung tragen müssen, sondern die Verbraucher: weil der Kunde z.B. erwartet, dass Bäckereien auch kurz vor Ladenschluss noch das komplette und möglichst frische Sortiment bereit zu halten hat – was tatsächlich dazu führt, dass 20 Prozent der täglichen Produktion auf dem Müll landen.

Valentin Thurn hat bereits mehrere Reportagen zu diesem Thema gedreht; auch „Taste the Waste“ wurde bereits 2010 in einer gekürzten Fassung („Frisch auf den Müll“) im Fernsehen ausgestrahlt. Es gelingt ihm, die Lebensmittelverschwendung in all ihrer globalen Komplexität darzustellen. Am sinnfälligsten wird die Absurdität in einer Sequenz, in der eine aus Kamerun stammende Frau, die für die gemeinnützige Pariser Tafel arbeitet, auf Geheiß ihres Chefs eine Packung mit unversehrten Brechbohnen aus Kenia in den Müll werfen soll, weil die aufgedruckte Haltbarkeitsfrist in Kürze abläuft. Filmisch ist das Ganze eher reportageartig als cineastisch aufbereitet, wobei die Kamera immer wieder Lastwagen einfängt, die Tonnen von Lebensmitteln auf Deponien entsorgen, Müllcontainer voll bester Nahrung und tropfende „Abfall“-Pressen voller „Waste“.

 

Film „Plastik – Billiger Stoff, hoher Preis“

4. September 2011
19:00bis22:00

Greenpeace Rosenheim zeigt einen Film in der Vetternwirtschaft. „PLASTIK – Billiger Stoff, hoher Preis“.

Ab 20 Uhr. Eintritt frei!

Vorher (ab 19 Uhr): Volksküche (gegen Spende) und zwar gibt es Reis mit Ratatouille (vegan).

 

Am Sonntag, dem 4.9., beschäftigt sich Greenpeace Rosenheim in der Vetternwirtschaft mit dem Thema Recyling. An Hand einer Vorführung des Films „Plastik – Billiger Stoff, hoher Preis“ von Bertram Verhaag werden Ideen zu (Plastik-) Recycling…, Wiederverwendung und das „Cradle to Cradle“-Prinzip vorgestellt. — Der Film startet um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.
 
Zuvor, ab 19 Uhr, serviert wieder das Montagsplenum seine günstige „Volksküche“: Veganes Essen gegen Spende.
 
Greenpeace fordert, dass längere Lebensdauer, Mehrweg oder Recycling-Materialien die Regel werden, egal ob bei Handys, Papier, Kleidung oder Plastik. Dabei sollte jeder verwendete Stoff ungiftig sein und die Einzelbestandteile eines Produktes voneinander trennbar sein. Nur so können sie als hochwertiger Rohstoff wiederverwendet oder als verrottbarer Stoff in den Kreislauf zurückgegeben werden.
 
Denn gerade für Plastik gilt: Der größte Vorteil der Kunststoffe, nämlich unvergänglich zu sein, ist auch ihr größtes Problem. Berge von Plastikmüll haben sich angehäuft. Jedes Jahr kommen 240 Millionen Tonnen Plastik hinzu. Die meisten davon bleiben Hunderte von Jahren erhalten und geben über die Zeit viele ihrer oft hormonell wirksamen Zusatzstoffe an die Umwelt ab. Verteilt durch Wind, Wasser oder illegale Müllentsorgung im Meer finden sie sich heute auf unserem ganzen Planeten, selbst in zivilisationsfernen Meeresregionen. Eisbären sind heute mit Weichmachern aus den 60er Jahren belastet.

 

Im Pazifik, ca. 2000 km nordwestlich von Hawaii, hat sich ein „Müllstrudel“ versammelt: Dort schwimmt ein Teppich aus Plastikpartikeln, der die Größe Mitteleuropas hat; auf jedes Kilo Plankton kommen sechs Kilo Plastikmüll. Bis zur Zersetzung werden Meerestiere diese Partikel schlucken und daran verenden.

Diese alarmierenden Fakten haben auch die EU-Kommission zum Nachdenken gebracht, über eine Steuer auf Plastiktüten oder sogar ein komplettes Verbot.

Die beste Lösung sollte mithilfe der EU-BürgerInnen erarbeitet werden. Alle EuropäerInnen wurden von der EU-Kommission dazu aufgerufen, bis Anfang August an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Dort sollten sie ihre Meinung zur Plastiktüten-Problematik kundtun und Anregungen dazu geben, wie z.B. besser auf biologisch abbaubare Verpackungen aufmerksam gemacht werden kann. [Nur Ersatzstoffe statt Verzicht auf Verpackungen war natürlich gar nicht mein Fall! Justus Dallmer] 

Natürlich stand diese Möglichkeiten auch den einschlägigen Lobbygruppen offen, die zusätzlich hinter den Kulissen die EU-Kommission zu bearbeiten pflegen. Lobbycontrol schätzt die Zahl der Lobbyisten in Brüssel auf 17.000.

Greenpeace Rosenheim hofft, dass bis zur Filmvorführung schon erste Ergebnisse zu dieser Umfrage vorliegen werden (ja, es gibt eine Reaktion: Siehe Kommentar 2 !! – Justus)

Tipps zum Einsparen von Öl unter:
http://blog.greenpeace.de/blog/2010/07/12/10-moeglichkeiten-den-oelkonsum-reduzieren/

Weitere Informationen zur Aktion der EU unter:

http://www.greenpeace.de/themen/oel/nachrichten/artikel/eu_erwaegt_plastiktueten_verbot/
http://ec.europa.eu/yourvoice/consultations/index_de.htm

Zum Film unter:
http://www.denkmal-film.co

mitmacher.net läuft unter Wordpress 4.8.4
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates